Prävention ist die Zukunft des Gesundheitssystems

„Die Gesundheitspolitik darf nicht immer nur auf aktuelle Fehlentwicklungen reagieren. Wir müssen nachhaltige Strukturen schaffen, die auch in der Zukunft hohe Standards in der Gesundheitsversorgung garantieren und gleichzeitig die Kosten beherrschbar halten.“ Diese Aussage stammt von Johannes Singhammer, der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag. Mit seiner Meinung steht er nicht alleine, und nur wenige werden ihm derzeit widersprechen können, dass im Gesundheitsektor strukturelle Erneuerungen stattfinden müssen. Im ersten Halbjahr  2010 gab es bei den gesetzlichen Krankenkassen erneut Beitragserhöhungen und es wurden zahlreiche Versuche unternommen Einsparungen im Gesundheitssystem zu realisieren, doch  nur mit kurzfristigen Lösungen wird das Krankenkassensystem nicht mehr lange funktionsfähig sein. Langfristige Lösungen für die Zukunft müssen her und wie diese Lösungen aussehen sollen, darin sind sich Politiker parteiübergreifend überraschend einig.

Nur ein System das seinen Fokus auf mehr Eigenverantwortung legt und Patienten dazu animiert mehr für Ihre Gesundheit zu unternehmen, wird langfristig Einsparungen bei der Behandlung von Patienten ermöglichen. Um diese Ziele zu erreichen, müssen den Beitragszahlern Angebote eröffnet werden, um sich für Ihre Gesundheit zu engagieren und Eigenverantwortung zu übernehmen.  Ein erster, entscheidender Schritt ist mit kassenbezuschussten Präventionskursen bereits getan, doch jetzt müssen die Krankenkassen auch vermehrt darauf hinarbeiten, dass die Angebote von Patienten wahrgenommen werden. Die Patienten müssen erkennen, dass sich das Engagement für Ihre Gesundheit lohnt. Es muss nun Schritt für Schritt daran gearbeitet werden, diese Neuorientierung zu vermitteln, um das Gesundheitssystem auf lange Sicht wieder auf die Erfolgsspur zurückzuführen.

So bleiben Sie im Geschäft

Burnout! Dieser Begriff ist in den letzten Jahren immer häufiger gefallen. Man versteht unter Burnout eine stressbedingte Reaktion die zu Psychischen Problemen führt. Häufig wird Burnout mit Überlastung und Stress am Arbeitsplatz in Verbindung gebracht. Die Folgen sind nicht nur für den Erkrankten schlimm, auch das Umfeld leidet unter dem Burnout. So gibt es zum Beispiel Zahlen die besagen, dass die Zahl der Fehltage am Arbeitsplatz durch Psychische Erkrankung in den letzen Jahren um über 80 Prozent gestiegen sind.

Die ersten Anzeichen von Burnout sind oft emotionale Erschöpfung, eine gefühllose und gleichgültige Einstellung zur Arbeit sowie eine negative Einschätzung der eigenen Fähigkeiten. Die Betroffenen fühlen sich hilflos und nicht mehr in der Lage einfachste Aufgaben zu meistern. Die Symptome sind sehr vielfältig und daher erkennt man das Krankheitsbild häufig nicht auf Anhieb. Einige Symptome sind:

•    Schlaflosigkeit und Antriebsstörungen sind erste Symptome. Durchwachte Nächte häufen sich und Schlaf ist oft nicht mehr erholsam
•    Das Immunsystem wird durch den andauernden Alarmzustand geschwächt und die Infektionsanfälligkeit steigt.
•    Die Durchblutung der Herzgefäße und der Herzrhythmus ändern sich durch das permanent ausschütteten von Stresshormone.
•    Gestresste Menschen leiden häufig unter Verspannungen die nicht selten zu chronischen Rückenproblemen führen.

Trotz all diesen negativen Prognosen gäbe es einen einfachen Weg die Probleme die sich durch den an Stress stetig steigenden Alltag ergeben effektiv entgegen zu treten.
Mit ausreichend Bewegung und Aktivität lässt sich der Stress abbauen und die Leistungsfähigkeit wird über längere Zeit gewahrt. Auch Entspannungstechniken können helfen dem Stress entgegen zu wirken. Durch Yoga oder Autogenes Training, Joggen oder Body Workout baut der Körper den Stress ab und Sie können Ihren Alltag besser bestehen. Voraussetzung ist dass wir uns die Zeit nehmen die der Körper braucht, und auf längere Zeit betrachtet, ist unsere Gesundheit diesen Aufwand auf jeden Fall wert.

Was ist Voraussetzungen für eine Kassenzulassung?

Die folgenden Punkte beschäftigen sich mit den Voraussetzungen und Hilfemöglichkeiten für Kurstrainer. Sie sind somit Hauptsächlich für Trainer relevant bieten aber auch hilfreiche Informationen für Kurssuchende.

Für Patienten der gesetzlichen Krankenkassen werden für eine Vielzahl von Präventiven Kursen die Kosten zu einem bestimmten Anteil übernommen. Für Sie als Trainer sollte es also im Interessen Ihre Teilnehmer relevant sein, dass die Krankenkassen Ihre Qualifikation als Trainer anerkennen und somit die Kosten Ihren Kursteilnehmern anteilig übernehmen. Damit Sie also anerkannt werden müssen Sie einige Kriterien und Vorrausetzung erfüllen. Inzwischen sind diese Kriterien bei den meisten Krankenkassen sehr ähnlich, und mit der Referenz bei einer anderen Kasse zertifiziert zu sein können Sie auch bei neuen Kassen zertifiziert werden. Allerdings kann in diesem Artikel nicht auf alle genauen Voraussetzungen eingegangen werden, weshalb Sie bei einem konkreten Interesse an einer ausgewählten Krankenkassenzulassung am besten direkt die entsprechende Kasse kontaktieren.

Die Grundanforderungen der Krankenkassen für eine erfolgreiche Zertifizierung sind:

  • Eine Kopie Ihrer Ausbildungsbestätigung in Ihrem Fachgebiet. Zum Beispiel wenn sie als Rückenschulleiter zugelassen werden wollen eine Ausbildungsbescheinigung des dflv
  • Ein fertig ausgefülltes Antragsformular der jeweiligen Krankenkasse
  • Eine Kursablaufbeschreibung in der Sie den Kursinhalt und Kursziel sowie Maßnahmen und Ablaufbeschreibungen darlgen
    Wenn Sie die Bestätigung der Krankenkasse für eine Zulassung bekommen haben sind Kursteilnehmer die Sie bei dieser Kasse versichert sind in der Lage teile Ihren Kosten erstattet zu bekommen.

Was sind Präventionskurse?

Unter Prävention (lat. Zuvorkommen, verhüten) versteht man Maßnahmen und Handlungen die ein ungewünschtes Ereignis verhindern sollen. Und wenn nicht bei unserer eigenen Gesundheit, wann ist dieses Thema wichtiger. Doch gerade in unserer Gesellschaft vergessen wir oft auf uns selber zu achten und ignorieren dabei dass unsere Gesundheit unser höchstes Gut ist. Bis zu dem Zeitpunkt an den uns verschiedenste Beschwerden daran erinnern dass wir bei all unserem Bestreben wir ausgeblendet haben dass wir uns selber vollkommen ausgebeutet haben. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten unsere Gesundheit auch in stressigen Zeiten zu erhalten in dem wir uns bewusst werden das unser Körper und Geist zwischen durch immer wieder kurze Auszeiten braucht in denen er Regenerieren kann. Wie wir solche Auszeiten gestalten das können um uns langfristig fit zu halten können wir auf vielen Wegen lernen.

Eine Möglichkeit sind sogenannte Vorsorge- oder Präventionskurse. Diese Kurse sollen dem Teilnehmern dabei helfen einen  gesunden und ausgeglichenen Lebensstil zu führen. Für viele ist es schwer die Zeichen die sowohl Körper als auch Geist bei drohender Erschöpfung von sich geben zu deuten und beuten sich selber oft bis zum Zusammenbruch oder chronisch auftretenden Leiden aus. In den Kursen wird den Teilnehmern gezeigt wie sie Gesundheitlichen Problemen vorbeugen können und besonders soll ihnen gezeigt  werden dass ihre Gesundheit ihr höchstes Gut ist das es zu schützen gilt. Man unterscheidet bei den Kursen vier verschiedene Präventionsgebiete. Bewegung, Ernährung, Entspannung und Suchprävention. Jede dieser Rubriken ist noch einmal in viele verschiedene Themen unterteilt die auf verschiedensten Gebieten aber alle das gleiche Ziel haben: Die Gesundheit der Teilnehmer auf lange Sicht zu schützen und zu erhalten.

Welche Zielgruppe sprechen die Präventionsangebote an?

Eine genaue Zielgruppe lässt sich für Präventionskurse nicht definieren. Grundsätzlich ist jeder angesprochen der lernen möchte wie man sich langfristig fit hält. Das bedeutet eben nicht, wie viele vielleicht denken, Präventionskurse erst zu besuchen wenn sie ihre Leiden schon haben, sondern möglichst frühzeitig um die Probleme erst gar nicht aufkommen zu lassen. Es gehört auch eine gewisse Selbstreflexion und Selbsteigeständnis dazu um zu der Erkenntnis zu gelangen dass man bei gewissen Themen zur Risikogruppe gehört und damit verstärkt darauf achten sollte keine langfristigen Beschwerden zu bekommen.

Für welche Risikogruppen sind die Kurse besonders empfehlenswert?

Die Präventionskurse sind, wie schon erwähnt, in vier Kategorien eingeteilt. Ernährung, Bewegung, Entspannung und Suchprävention eingeteilt. Die jeweiligen Unterkategorien befassen sich dann mit spezifischen Problemen und Themen in diesen Überkategorien. So fallen zum Beispiel unter die Kategorie Bewegung Kurse für Joggen, Walken, Aquajoggen, Rückentraining, Pilates und noch einige weitere Kursarten. Diese Kurse sind besonders für Teilnehmer geeignet, die sich in ihrer alltäglichen Tätigkeit wenig bewegen. Dies trifft insbesondere für Büro und Schreibtisch Berufe zu, bei denen durch mangelnde Bewegung oft Rücken und Haltungsschäden in späteren Jahren auftauchen. Gerade Bewegungskurse sind aber für jeden sinnvoll und sind auch ideal um aus einem der zahlreichen Angebote eventuell auch ein Hobby für die Zukunft zu finden.

Anders wie bei den Bewegungskursen geht es bei den Entspannungskursen wie Yoga, Autogenes Training oder Anti-Stresskursen nicht um das körperliche Wohl sondern um Geistige Ausgeglichenheit und Stressbewältigung. In diesen Kursen soll der Teilnehmer lernen wie er den Stress des Alltages ausgleichen kann. Eine der bekanntesten Psychischen Ermüdungserscheinungen ist in unserer Gesellschaft das Burn-out Syndrom. Es kann in nahezu jeder Gesellschaftlichen Schicht auftauchen und wird nach wie vor unterschätzt. Gerade solche Stressbedingten Krankheitsbilder lassen sich aber durch einen Ausgeglichenen Lebensstil oft verhindern und genau diese Entspannung und Stressbewältigungskurse können langfristig genau die Lösung für ein stressfreies und entspanntes Leben sein.

Ernährungskurse beschäftigen wie der Name schon sagt mit dem Ernährungsverhalten der Teilnehmer. Ein weiterer wichtiger Aspekt für ein langes und gesundes Leben ist die richtige Ernährung. Doch gerade heute wo man überall in Geschäften schnelles Essen und fertige Gerichte kaufen kann wird das Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung immer geringer. Eines der Zukunftsprobleme in Deutschland ist Übergewicht und in manchen Fällen sogar Fettleibigkeit die in den meisten Fällen mit vollkommen falscher Ernährung zu tun hat. Langfristig führt Übergewicht zu Herzkrankheiten, Gelenks und Rückenproblemen oder Diabetes. Um genau diesem Problem vorzubeugen wird in den Ernährungskursen den Teilnehmern der Umgang mit Lebensmitteln und deren Bedeutung für den Körper näher gebracht. Gleichzeitig helfen die Trainern Übergewichtigen ihr Gewicht gesund und kontrolliert zu reduzieren.

Die letzte Kategorie ist die Suchtprävention. Hierbei beschäftigen sich die meisten Kurse mit der Raucherentwöhnung. Rauchen ist ein Laster das viel aufgrund von Stress anfangen oder es noch aus ihrer frühen Jugend heraus mitschleppen. Obwohl jeder um die Gefahr des Rauschens für den Körper weiß ist es für die meisten sehr schwer aufzuhören. Um genau diesen Folgeerscheinungen wie Lungenkrebs und Herzversagen vorzubeugen ist es  Ziel der Suchpräventionskurse den Teilnehmern das Aufhören zu erleichtern und ihnen Tipps und Tricks mit auf den Weg zu geben.

Was kostet ein Präventionskurs?

Die Kosten für einen Kurs sind von Trainer zu Trainer und von Kurs zu Kurs verschieden. Man kann aber sagen das sich die Kosten in einem Rahmen zwischen 75€ und 150€ bewegen. Und einen großen Teil, manchmal sogar die gesamten Kosten übernehmen die Krankenkassen. Doch dazu später mehr. Die Kurse sind in der Regel 8 – 12 Trainingsstunden und finden einmal in der Woche je eine Stunde statt.

Wer bietet Kurse an und wo kann ich mich informieren?

In den letzten Jahren hat sich das Thema nachhaltige Prävention immer mehr durchgesetzt und somit ist auch die Zahl der Anbieter und Trainer für Präventionskurse kontinuierlich gestiegen. Manche Trainer haben neben ihrer Berufsausbildung, die fast immer einen Bezug zum Gesundheitssektor hat  (Physiotherapeuten oder Fitnesstrainer), eine Zusatzausbildung gemacht und bieten die Kurse Privat in ihrer Region an. Es gibt aber auch immer mehr Spezialisierte Einrichtungen und Fitnessstudios die sich auf Präventionskurse eingerichtet haben und mehrmals Regelmäßig in der Woche Kurse aus allen Bereichen der Prävention anbieten. Bisher war die beste Möglichkeit  einen Trainer zu finden, sich mit seiner Krankenkasse in Verbindung zu setzten. Leider hat dies oft Nachteil dass die Kassen nur einen kleinen Teil der Trainer und Anbieter gelistet haben und ihren Mitgliedern nicht immer die Trainer in der nächsten Umgebung vermitteln können. Viele Trainer Werben auch in ihrer Region selbst oder Anbieter schreiben Kurse ihren Einrichtungen aus.

Im Moment setzt sich aber gerade das Internet als Vermittler für Präventionskurse durch, was den Vorteil hat das Interessenten auch die Meinung früherer Kursteilnehmer bei ihrer Auswahl berücksichtigen können.

Welche Krankenkassen unterstützen Präventionsangebote?

Seit Anfang des Jahres 2007 ist die Verpflichtung der Gesetzlichen Krankenkassen im Sozialgesetzbuch 5 verankert. Sowohl die damalige Bundesregierung und auch die Opposition haben erkannt dass Prävention in vielen Bereichen des Gesundheitswesens die Krankheitsfälle und auch die Kosten des Gesundheitssektors auf Dauer reduzieren.  Das bedeutet für die Rund 87% der Bevölkerung einen Anspruch auf Präventionsmaßnahmen haben. Jeder gesetzlich Versicherte in Deutschland hat laut § 20 des Sozialgesetzbuchs 5 Anspruch auf eine Finanzielle Unterstützung von Seiten seiner Krankenkasse.  Laut des GKV-Spitzenverbandes, dem Dachverband aller gesetzlichen Krankenkassen, gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt 169 gesetzliche Krankenkassen von denen jede Präventionsmaßnahmen aktiv unterstütz.

Welche Aktivitäten bezuschusst meine Krankenkasse?

Die meisten Krankenkassen unterteilen den Oberbegriff „Prävention“ in vier Kategorien. Bewegung, Ernährung, Entspannung und Suchprävention. Unter der Kategorie „Bewegung“ fallen Präventionsmaßnahmen wie Rückenschulen, Walking und Laufkurse oder auch Pilates oder Aquajogging. Diese Kurse sollen den Teilnehmern auf lange Sicht einen Verantwortungsbewussten Umgang mit Ihrem Körper beibringen und Verhindern das sich Volkskrankheiten wie Rückenbeschwerden oder Osteoporose weiter in der Gesellschaft ausbreiten.

In Ernährungskursen soll den Teilnehmern der Umgang mit Nahrungsmitteln beigebracht werden, insbesondere die Wirkung verschiedener Lebensmittel auf unsere Gesundheit vor dem Hintergrund dass immer mehr Menschen in Deutschland zu Übergewicht neigen.

Eine weitere  Rubrik soll helfen einem immer größer werdenden Problem in unserer schnelllebigen Gesellschaft Herr zu werden. Die Rede ist von Stress bedingten Krankheiten wie dem sogenannte „Burnout“. Entspannungskurse beinhalten Yogaunterricht, Anti-Stresstherapien, Autogenem Training und vielen weiteren Anerkannten Therapiemaßnahmen. Sie alle können helfen ein ausgeglichenes Leben zu führen.

Ein starkes Interesse haben die Krankenkassen wenn ihre Mitglieder erfolgreich Raucherentwöhnungskurse besuchen, da die Folgebehandlungen von Raucherkrankheiten für die Kassen ein enormer Kostenfaktor ist der sich bei einer Reduzierung jederzeit lohnt.

Welche Kurse und Trainer ihre Krankenkasse unterstützen erfahren sie am zuverlässigstem bei ihrer Krankenkasse.