Was sind Präventionskurse?

Unter Prävention (lat. Zuvorkommen, verhüten) versteht man Maßnahmen und Handlungen die ein ungewünschtes Ereignis verhindern sollen. Und wenn nicht bei unserer eigenen Gesundheit, wann ist dieses Thema wichtiger. Doch gerade in unserer Gesellschaft vergessen wir oft auf uns selber zu achten und ignorieren dabei dass unsere Gesundheit unser höchstes Gut ist. Bis zu dem Zeitpunkt an den uns verschiedenste Beschwerden daran erinnern dass wir bei all unserem Bestreben wir ausgeblendet haben dass wir uns selber vollkommen ausgebeutet haben. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten unsere Gesundheit auch in stressigen Zeiten zu erhalten in dem wir uns bewusst werden das unser Körper und Geist zwischen durch immer wieder kurze Auszeiten braucht in denen er Regenerieren kann. Wie wir solche Auszeiten gestalten das können um uns langfristig fit zu halten können wir auf vielen Wegen lernen.

Eine Möglichkeit sind sogenannte Vorsorge- oder Präventionskurse. Diese Kurse sollen dem Teilnehmern dabei helfen einen  gesunden und ausgeglichenen Lebensstil zu führen. Für viele ist es schwer die Zeichen die sowohl Körper als auch Geist bei drohender Erschöpfung von sich geben zu deuten und beuten sich selber oft bis zum Zusammenbruch oder chronisch auftretenden Leiden aus. In den Kursen wird den Teilnehmern gezeigt wie sie Gesundheitlichen Problemen vorbeugen können und besonders soll ihnen gezeigt  werden dass ihre Gesundheit ihr höchstes Gut ist das es zu schützen gilt. Man unterscheidet bei den Kursen vier verschiedene Präventionsgebiete. Bewegung, Ernährung, Entspannung und Suchprävention. Jede dieser Rubriken ist noch einmal in viele verschiedene Themen unterteilt die auf verschiedensten Gebieten aber alle das gleiche Ziel haben: Die Gesundheit der Teilnehmer auf lange Sicht zu schützen und zu erhalten.

Welche Zielgruppe sprechen die Präventionsangebote an?

Eine genaue Zielgruppe lässt sich für Präventionskurse nicht definieren. Grundsätzlich ist jeder angesprochen der lernen möchte wie man sich langfristig fit hält. Das bedeutet eben nicht, wie viele vielleicht denken, Präventionskurse erst zu besuchen wenn sie ihre Leiden schon haben, sondern möglichst frühzeitig um die Probleme erst gar nicht aufkommen zu lassen. Es gehört auch eine gewisse Selbstreflexion und Selbsteigeständnis dazu um zu der Erkenntnis zu gelangen dass man bei gewissen Themen zur Risikogruppe gehört und damit verstärkt darauf achten sollte keine langfristigen Beschwerden zu bekommen.

Für welche Risikogruppen sind die Kurse besonders empfehlenswert?

Die Präventionskurse sind, wie schon erwähnt, in vier Kategorien eingeteilt. Ernährung, Bewegung, Entspannung und Suchprävention eingeteilt. Die jeweiligen Unterkategorien befassen sich dann mit spezifischen Problemen und Themen in diesen Überkategorien. So fallen zum Beispiel unter die Kategorie Bewegung Kurse für Joggen, Walken, Aquajoggen, Rückentraining, Pilates und noch einige weitere Kursarten. Diese Kurse sind besonders für Teilnehmer geeignet, die sich in ihrer alltäglichen Tätigkeit wenig bewegen. Dies trifft insbesondere für Büro und Schreibtisch Berufe zu, bei denen durch mangelnde Bewegung oft Rücken und Haltungsschäden in späteren Jahren auftauchen. Gerade Bewegungskurse sind aber für jeden sinnvoll und sind auch ideal um aus einem der zahlreichen Angebote eventuell auch ein Hobby für die Zukunft zu finden.

Anders wie bei den Bewegungskursen geht es bei den Entspannungskursen wie Yoga, Autogenes Training oder Anti-Stresskursen nicht um das körperliche Wohl sondern um Geistige Ausgeglichenheit und Stressbewältigung. In diesen Kursen soll der Teilnehmer lernen wie er den Stress des Alltages ausgleichen kann. Eine der bekanntesten Psychischen Ermüdungserscheinungen ist in unserer Gesellschaft das Burn-out Syndrom. Es kann in nahezu jeder Gesellschaftlichen Schicht auftauchen und wird nach wie vor unterschätzt. Gerade solche Stressbedingten Krankheitsbilder lassen sich aber durch einen Ausgeglichenen Lebensstil oft verhindern und genau diese Entspannung und Stressbewältigungskurse können langfristig genau die Lösung für ein stressfreies und entspanntes Leben sein.

Ernährungskurse beschäftigen wie der Name schon sagt mit dem Ernährungsverhalten der Teilnehmer. Ein weiterer wichtiger Aspekt für ein langes und gesundes Leben ist die richtige Ernährung. Doch gerade heute wo man überall in Geschäften schnelles Essen und fertige Gerichte kaufen kann wird das Bewusstsein für eine ausgewogene Ernährung immer geringer. Eines der Zukunftsprobleme in Deutschland ist Übergewicht und in manchen Fällen sogar Fettleibigkeit die in den meisten Fällen mit vollkommen falscher Ernährung zu tun hat. Langfristig führt Übergewicht zu Herzkrankheiten, Gelenks und Rückenproblemen oder Diabetes. Um genau diesem Problem vorzubeugen wird in den Ernährungskursen den Teilnehmern der Umgang mit Lebensmitteln und deren Bedeutung für den Körper näher gebracht. Gleichzeitig helfen die Trainern Übergewichtigen ihr Gewicht gesund und kontrolliert zu reduzieren.

Die letzte Kategorie ist die Suchtprävention. Hierbei beschäftigen sich die meisten Kurse mit der Raucherentwöhnung. Rauchen ist ein Laster das viel aufgrund von Stress anfangen oder es noch aus ihrer frühen Jugend heraus mitschleppen. Obwohl jeder um die Gefahr des Rauschens für den Körper weiß ist es für die meisten sehr schwer aufzuhören. Um genau diesen Folgeerscheinungen wie Lungenkrebs und Herzversagen vorzubeugen ist es  Ziel der Suchpräventionskurse den Teilnehmern das Aufhören zu erleichtern und ihnen Tipps und Tricks mit auf den Weg zu geben.

Was kostet ein Präventionskurs?

Die Kosten für einen Kurs sind von Trainer zu Trainer und von Kurs zu Kurs verschieden. Man kann aber sagen das sich die Kosten in einem Rahmen zwischen 75€ und 150€ bewegen. Und einen großen Teil, manchmal sogar die gesamten Kosten übernehmen die Krankenkassen. Doch dazu später mehr. Die Kurse sind in der Regel 8 – 12 Trainingsstunden und finden einmal in der Woche je eine Stunde statt.

Wer bietet Kurse an und wo kann ich mich informieren?

In den letzten Jahren hat sich das Thema nachhaltige Prävention immer mehr durchgesetzt und somit ist auch die Zahl der Anbieter und Trainer für Präventionskurse kontinuierlich gestiegen. Manche Trainer haben neben ihrer Berufsausbildung, die fast immer einen Bezug zum Gesundheitssektor hat  (Physiotherapeuten oder Fitnesstrainer), eine Zusatzausbildung gemacht und bieten die Kurse Privat in ihrer Region an. Es gibt aber auch immer mehr Spezialisierte Einrichtungen und Fitnessstudios die sich auf Präventionskurse eingerichtet haben und mehrmals Regelmäßig in der Woche Kurse aus allen Bereichen der Prävention anbieten. Bisher war die beste Möglichkeit  einen Trainer zu finden, sich mit seiner Krankenkasse in Verbindung zu setzten. Leider hat dies oft Nachteil dass die Kassen nur einen kleinen Teil der Trainer und Anbieter gelistet haben und ihren Mitgliedern nicht immer die Trainer in der nächsten Umgebung vermitteln können. Viele Trainer Werben auch in ihrer Region selbst oder Anbieter schreiben Kurse ihren Einrichtungen aus.

Im Moment setzt sich aber gerade das Internet als Vermittler für Präventionskurse durch, was den Vorteil hat das Interessenten auch die Meinung früherer Kursteilnehmer bei ihrer Auswahl berücksichtigen können.

Welche Krankenkassen unterstützen Präventionsangebote?

Seit Anfang des Jahres 2007 ist die Verpflichtung der Gesetzlichen Krankenkassen im Sozialgesetzbuch 5 verankert. Sowohl die damalige Bundesregierung und auch die Opposition haben erkannt dass Prävention in vielen Bereichen des Gesundheitswesens die Krankheitsfälle und auch die Kosten des Gesundheitssektors auf Dauer reduzieren.  Das bedeutet für die Rund 87% der Bevölkerung einen Anspruch auf Präventionsmaßnahmen haben. Jeder gesetzlich Versicherte in Deutschland hat laut § 20 des Sozialgesetzbuchs 5 Anspruch auf eine Finanzielle Unterstützung von Seiten seiner Krankenkasse.  Laut des GKV-Spitzenverbandes, dem Dachverband aller gesetzlichen Krankenkassen, gibt es zum gegenwärtigen Zeitpunkt 169 gesetzliche Krankenkassen von denen jede Präventionsmaßnahmen aktiv unterstütz.

Welche Aktivitäten bezuschusst meine Krankenkasse?

Die meisten Krankenkassen unterteilen den Oberbegriff „Prävention“ in vier Kategorien. Bewegung, Ernährung, Entspannung und Suchprävention. Unter der Kategorie „Bewegung“ fallen Präventionsmaßnahmen wie Rückenschulen, Walking und Laufkurse oder auch Pilates oder Aquajogging. Diese Kurse sollen den Teilnehmern auf lange Sicht einen Verantwortungsbewussten Umgang mit Ihrem Körper beibringen und Verhindern das sich Volkskrankheiten wie Rückenbeschwerden oder Osteoporose weiter in der Gesellschaft ausbreiten.

In Ernährungskursen soll den Teilnehmern der Umgang mit Nahrungsmitteln beigebracht werden, insbesondere die Wirkung verschiedener Lebensmittel auf unsere Gesundheit vor dem Hintergrund dass immer mehr Menschen in Deutschland zu Übergewicht neigen.

Eine weitere  Rubrik soll helfen einem immer größer werdenden Problem in unserer schnelllebigen Gesellschaft Herr zu werden. Die Rede ist von Stress bedingten Krankheiten wie dem sogenannte „Burnout“. Entspannungskurse beinhalten Yogaunterricht, Anti-Stresstherapien, Autogenem Training und vielen weiteren Anerkannten Therapiemaßnahmen. Sie alle können helfen ein ausgeglichenes Leben zu führen.

Ein starkes Interesse haben die Krankenkassen wenn ihre Mitglieder erfolgreich Raucherentwöhnungskurse besuchen, da die Folgebehandlungen von Raucherkrankheiten für die Kassen ein enormer Kostenfaktor ist der sich bei einer Reduzierung jederzeit lohnt.

Welche Kurse und Trainer ihre Krankenkasse unterstützen erfahren sie am zuverlässigstem bei ihrer Krankenkasse.

Welche Bedingungen muss ich für eine Krankenkasse Beteiligung erfüllen?

Wie schon einmal hier erwähnt muss man für die Teilnahme an einem Präventionskurse keine bestimmt Voraussetzung erfüllen. Jeder der Krankenversichert ist hat somit die Möglichkeit einen Präventionskurs zu besuchen und einen Teil oder manchmal sogar den ganzen Kurs von seiner Krankenkasse bezahlt zu bekommen.

Es gibt aber ein paar Bedingungen die erfüllt sein müssen um eine Kostenübernahme genehmigt zu bekommen. Der Teilnehmer sollte sich vorab bei seiner Kasse informieren ob sie Kosten bei dem ausgewählten Trainer auch wirklich übernehmen. Es kann vorkommen dass die Qualifikation eines Trainers manchmal den Ansprüchen der Kasse nicht genügt oder der Trainer in ihrer internen Datenbank noch nicht aufgeführt ist. Um eine garantiert Kostenbeteiligung zu bekommen sollte man sich also im Voraus mit seiner Kasse in Verbindung setzten.

Eine weitere Bedingung ist eine gewisse Kursstundenzahl. In der Regel liegt diese Stundezahl zwischen 8 und 12 Stunde. Bei Kursen die wöchentlich über das ganze Jahr stattfinde sollte das keine Probleme darstellen, aber es gibt auch Kurse die nur über eine bestimmten Zeitraum stattfinden und bei diesen sollte man ein Minimum an Fehlstunden haben. Diese Mindeststundenanzahl ist Bedingung für die Krankenkasse.

Nach dem erfolgreichen abschließen des Kurses sollte einem der Kursleiter eine Teilnahmebestätigung mitgeben die dann bei der Krankenkasse einzureichen ist. Allerdings sollte man die Handhabung und Regeln  seiner Kasse am besten im Vorhinein überprüfen um auch wirklich den Zuschuss bezahlt zu bekommen.

Zu welchen Anteilen übernimmt meine Krankenkasse Präventionskosten?

Wie viel die Krankenkasse unterstütz ist von Kasse zu Kasse unterschiedlich. Manche Kassen bezuschussen einen Pauschalbetrag, andere wiederum beteiligen sich Prozentual.

Die meisten Kassen bezahlen ein Beteiligung von 75€ oder sie übernehmen 80% der Kosten bis maximal 150€. Diese Handhabungen sind am verbreitetesten, manche haben aber auch andere Systeme die dann aber in den meisten Fällen großzüger gestallte sind als das Standartvorgehen.

Denn langfristig rechnen die Kassen sicherlich damit dass sich Vorsorge für ihre Mitglieder und natürlich auch sie auszahlen wird.

Wie oft sich die Kasse nun im Jahr Präventionskurse bezuschusst ist auch bei  jeder Kasse unterschiedlich. Gesetzlich vorgeschrieben sind mindestens 2 Kurse pro Jahr, wobei nicht festgelegt ist welche Kurse das sind. So hat sich jede Krankenkasse ein eigenes System zurechtgelegt wie und wie oft  sie sich an den Kosten ihrer Mitglieder beteiligen. Die genauesten und aktuellsten Informationen haben natürlich die Krankenkassen selber, aber es gibt immer mehr und bessere Internetseiten die sich mit dem Thema Prävention befassen und auf denen auch ein Vergleich er unterschiedlichen Krankenkassen möglich ist.

Wie informiere ich mich über die Qualität eines Trainer/Anbieter?

Bisher ist es schwer im Voraus in Erfahrung zu bringen ob ein Trainer oder Kursanbieter gut oder weniger gut ist. Es gibt keine allgemeine Bewertungsmöglichkeit auf den Kursteilnehmen auch für Zukünftige Teilnehmer  Informationen hinterlassen können.Grundsätzlich sollte aber erwähnt werden ist jeder Trainer der Kurse für Kassenpatienten anbieten darf einer gründlichen und fundierten Ausbildung unterlaufen, aber es kann aber auch nie schade zu erfahren wie zufrieden bisherige Teilnehmer mit dem Trainer waren.Die Krankenkassen können über solche Informationen leider keine Auskünfte geben, aber es entwickeln sich inzwischen immer mehr Plattformen auf denen frühere Kursteilnehmer ihren Trainer bewerten können.